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Alte Bleirohre in Rostock erkennen und sanieren lassen

Aktualisiert am 05.09.2026 · Rohrreinigung Rostock

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Kurzantwort: Bleirohre wurden bis Ende der 1970er Jahre in deutschen Gebäuden verbaut und können Blei ins Trinkwasser abgeben - besonders bei längerem Stillstand. Erkennen Sie sie an ihrer matten, silbergrauen Oberfläche und weichen Biegbarkeit. Tauschen Sie Bleirohre aus - es gibt keinen sicheren Grenzwert für Blei im Trinkwasser.

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Warum sind Bleirohre ein Problem?

Blei ist ein giftiges Schwermetall, das sich im menschlichen Körper ansammelt. Schon geringe Mengen können bei Kindern die Gehirnentwicklung beeinträchtigen und bei Erwachsenen zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Die Trinkwasserverordnung schreibt seit 2021 einen Grenzwert von 10 Mikrogramm pro Liter vor - aber selbst dieser Wert gilt Experten als nicht völlig unbedenklich. Bleirohre sind damit keine Frage des Komforts, sondern der Gesundheit.

Wann wurden Bleirohre verbaut?

In Deutschland wurden Bleirohre überwiegend von Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1960er Jahre verlegt, vereinzelt noch bis Mitte der 1970er Jahre. Wer in Rostock in einem Gebäude wohnt, das vor 1980 gebaut wurde und nie grundsaniert worden ist, sollte das Leitungssystem prüfen lassen.

Wie erkennt man Bleirohre?

  • Farbe und Oberfläche: Bleirohre sind mattgrau bis blaugrau, ohne den Glanz von Kupfer oder der glatten Oberfläche von Kunststoff.
  • Weichheit: Blei ist sehr weich - mit dem Fingernagel lässt sich ein leichter Kratzer in die Oberfläche ziehen (vorsichtig testen, nicht am Trinkwasserrohr).
  • Gewicht: Bleirohre sind für ihre Größe ungewöhnlich schwer.
  • Alter der Unterlagen: Ursprüngliche Baupläne oder Sanierungsnachweise können Auskunft geben.

Im Zweifel: Wasserprobe entnehmen und im Labor analysieren lassen. Wasserversorger oder Gesundheitsamt helfen bei der Probenentnahme und Interpretation der Ergebnisse.

Wer ist für den Austausch zuständig?

Bleirohre innerhalb des Gebäudes liegen in der Verantwortung des Eigentümers. Die Stadtwerke Rostock sind für die öffentliche Trinkwasserversorgung bis zum Hausanschluss zuständig - alles dahinter ist Sache des Gebäudeeigentümers. Mieter können den Vermieter auffordern, Bleirohre prüfen und bei Bedarf austauschen zu lassen.

Alternativen zum vollständigen Austausch

Der vollständige Rohraustausch ist die sicherste Lösung. In manchen Fällen - etwa wenn nur ein kurzes Verbindungsstück aus Blei besteht - ist auch eine Innenbeschichtung mit lebensmittelechtem Epoxidharz möglich. Diese Methode ist jedoch umstritten und sollte nur von Fachbetrieben mit entsprechender Zertifizierung durchgeführt werden. Temporäre Maßnahme bis zur Sanierung: Lassen Sie morgens das Wasser einige Minuten laufen, bevor Sie es zum Trinken oder Kochen verwenden.

Förderung und Kosten

Der Austausch von Bleirohren in einem Einfamilienhaus kostet je nach Umfang 2.000 bis 10.000 Euro. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die KfW bieten unter Umständen Förderungen für energetische Sanierungen an, die auch Leitungssanierungen einschließen können. Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde oder einem Energieberater über aktuelle Programme.

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